10 Schritte zur digitalen Selbstverteidigung

Diese Tipps bieten einen Einstieg. Zahlreiche weitere finden Sie z. B. unter digitalcourage.de oder unseren Links.

  • 1

    Surfen Sie wenn möglich nur auf gesicherten Seiten, deren Adresszeile mit „https“ anfangen. Vor allem, wenn es um kritische und persönliche Daten (Bankverbindung, Adresse, etc.) geht. „Https“ steht für sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll und dient dazu, Daten abhörsicher zu übertragen.

  • 2

    Deaktivieren Sie Cookies. Cookies sind kurze Datenbank- oder Verzeichniseinträge zum Informationsaustausch zwischen Computerprogrammen. Viele Webseiten tauschen sich untereinander über ihre Besucher aus. Das passiert u.a. über die Cookies, die von Werbebannern auf Ihren Rechner gelegt werden. Richten Sie Ihren Browser so ein, dass er Cookies (http-Cookie, Flash-Cookie, Web-Storage etc.) nach jeder Sitzung löscht.

  • 3

    Verwenden Sie keine Clouds. Speichern Sie Ihre Daten lieber auf Datenträgern, Ihrer Festplatte oder Ihrem Heimserver. Wenn Sie Ihre Daten in einer Cloud oder in einem Online-Backup speichern, sollten diese verschlüsselt sein.

  • 4

    Denken Sie sich immer neue Passwörter aus. Und zwar solche, die Sie sich zwar merken können, aber nicht einfach zu erraten sind. Verwenden Sie dabei Zahlen, Groß/Kleinschreibung sowie Sonderzeichen (z.B. %,&,*,/).

  • 5

    Installieren Sie ein E-Mail-Programm auf Ihrem Computer. Indem Sie Ihre E-Mails auf Ihrem Rechner schreiben, verhindern Sie, dass jedes Wort, das Sie schreiben, zeitgleich online ist. Erst wenn Sie Ihre Nachricht versenden und/oder zwischenspeichern, geht diese ins Internet.

  • 6

    Verschlüsseln Sie Ihre E-Mails und Ihre SMS. Dafür gibt es heute einfache Programme. Nichtdestotrotz hilft es nicht viel weiter, wenn Sie Ihre E-Mail verschlüsseln und der E-Mail-Empfänger keine Verschlüsselung verwendet. Außerdem werden nur der Inhalt und die Anhänge codiert. D.h., dass ein potenzieller, unerwünschter Mitleser weiß, wem Sie wann eine E-Mail geschrieben haben.

  • 7

    Chatten Sie nicht über zentrale Dienste, sondern benutzen Sie freie Anbieter – auf Ihrem PC und auch auf Ihrem Mobilgerät, am besten mit OTR-Verschlüsselung.

  • 8

    Schalten Sie auf Ihrem Smartphone die Ortungsfunktion aus ebenso auf den verschiedenen Onlineplattformen, die sie besuchen. Dasselbe gilt für die Gesichtserkennungsfunktion.

  • 9

    Nutzen Sie möglichst wenige kostenfreie Dienste. Machen Sie sich stets bewusst, dass Sie hier in einer anderen Währung bezahlen: Mit Ihren Daten und Ihrer Freiheit.

  • 10

    Vermeiden Sie, wenn möglich, regelmäßige Zahlungen mittels Bankkarten, Bahncard oder sogenannter Rabattkarten, um zu verhindern, dass Ihre Konsum- und Reisegewohnheiten gespeichert werden.