Leserstimmen

Name: seilerseite.de

Datum: 20. Juni 2016

 

spannendes Szenario, unterentwickelte Figuren

Ein wenig erinnern Setting und Inhalt an Dave Eggers' Erfolgsroman "Der Circle", der kursioserweise im selben Jahr erschien wie "Zero". Auch hier dehnt sich ein Internetkonzern dank sozialer Netzwerke zu einer unheimlichen Macht aus, die das Leben der Menschen bald mehr beeinflusst, als es denen klar ist. Freemees "ActApps" bieten Lebensberatung auf Knopfdruck und sorgen für eine Verbesserung persönlicher Leistungen. Ganz nebenbei bestimmen sie per Statistiken den "Marktwert" eines jeden Menschen, der wiederum andere Unternehmen über dessen Zuverlässigkeit oder Kreditwürdigkeit informiert. Gerade das ist das vermutlich erschreckendste in diesem Thriller, denn so unrealistisch ist ein globales Netzwerk mit freiwillig zur Verfügung gestellten Daten seiner Nutzer nämlich gar nicht mehr. Hier offeriert der Anbieter sogar Geld und eine scheinbare Eigenkontrolle aller erfassten Werte.
Dass wiederum Geheimdienste und Unternehmen die erhobenen Nutzerdaten mit Freuden für ihre ganz eigenen Zwecke verwenden, ist nichts Neues. Elsberg lässt einen gewissen Regierungsvertreter sogar noch ein ganzes Stück weiter gehen, aber das sollte der Leser selbst entdecken. Spannend ist die Jagd auf Zero allemal, denn oft wird dabei eine andere Richtung eingeschlagen, als man zunächst vermutet. Leider bleiben sämtliche Figuren, egal welche schlimmen Dinge sie durchmachen, oberflächlich und austauschbar. Gerade Cynthia, die die üblichen inneren und äußeren Narben einer potentiell gebrochenene Heldin mit sich herumträgt, wird auf keiner der knapp fünfhundert Seiten zur nachvollziehbaren Identifikationsfigur. Auch die Vertreter der verantwortlichen Firmen, Presse und Regierungsorganisationen bleiben holzschnittartige Standardtypen, wie sie in jeder durchschnittlichen Krimiserie zu finden sind.
Fazit: Man braucht keine Killerroboter, um von Maschinen und den Menschen dahinter beherrscht zu werden. "Zero" ist ein inhaltlich äußerst relevanter Roman, der eindrücklich zeigt, wie schnell Menschenleben zu Datensätzen werden oder es bereits sind. Noch dazu gewinnt die Handlung durch einige wohlplatzierte Twists schnell an Fahrt, das sprachliche Präsens verdeutlicht die Relevanz des Themas zusätzlich. Und wer schon immer mal lesen wollte was passiert, wenn jemand unautorisiert den US-Präsidenten mit einer Drohne verfolgt, der ist hier genau richtig. Zeros anarchische Aktionen gehören eindeutig zu den besseren Momenten. Der gute Eindruck wird jedoch von unterentwickelten Charakteren getrübt, die sich nie voll entfalten können.

Name: Melie

Datum: 31. Mai 2016

 

Ich habe das Buch verschlungen!

Das Buch hat ein sehr schönes aber auch schlichtes Cover. Dies ist meiner Meinung nach ein richtiger Eyecatcher mit dem schwarzen Hintergrund und der blauen Schrift darauf. "Zero - Sie wissen, was du tust" ist ein Einzelband von Marc Elsberg.

Die Thematik, die im Buch behandelt wird, gefällt mir ganz gut, da sie sehr aktuell ist. Heutzutage gibt es auch viele Diskussionen über die Sicherheit im Internet bzw. wie unsicher man eigentlich ist. Daher habe ich dieses Buch richtig verschlungen. Einer der wenigen Kritikpunkte an dem Thriller ist der Schreibstil von Marc Elsberg. Ich finde, dass er ein bisschen zu trocken ist. Allerdings ist das Buch durchaus spannend. Die richtige Handlung vom Klappentext beginnt erst nach ungefähr 60 Seiten und trotzdem ist es vorher nicht langweilig gewesen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir die Charaktere eigentlich sehr gut gefallen haben, aber einfach zu viele aufgetaucht sind. Irgendwann konnte ich mir von manchen Personen den Namen nicht mehr merken und wusste nicht mehr, was sie eigentlich mit der ganzen Sache zu tun hatten. Für mich persönlich war das einfach verwirrend.

Cynthia ist mir sehr sympathisch, doch ihre Tochter Vi hat mir vom Charakter her überhaupt nicht gefallen. Ich weiß nicht, ob ich mit dieser Meinung alleine da stehe, aber sie handelte einfach sehr unrealistisch. Ein Beispiel dafür wäre der Tod ihres Freundes. Sie ist kurz schockiert und traurig und dann greift sie wieder zu den Act Apps und tut das ganze einfach ein bisschen ab.

Die Idee der Geschichte ist einfach nur faszinierend und ich finde, dass der Autor sie richtig gut umgesetzt hat. Das Ende mag ich auch sehr gerne. Es bleibt zwar irgendwie ein bisschen etwas offen, allerdings nicht so gravierend wie bei manch anderen Büchern.

Ich gebe dem Buch 4 Sterne und kann nur sagen, dass es mich sehr überzeugt hat, die volle Punktzahl kann ich aufgrund der Charaktere aber leider nicht vergeben.

Name: Kerry

Datum: 23. Mai 2016

 

Datenmissbrauch

Journalistin Cynthia Bonsant ist eher das, was man ein Old-School-Journalistin nennen könnte, denn auch wenn sie mit digitalen Medien nicht unbedingt auf Kriegsfuß steht, so ist doch der herkömmliche Journalismus ihr Steckenpferd. Nun ist es allerdings so, dass sie einen neuen Job anfängt und hier digitalen Medien das A und O sind. So wird ihr zum Beispiel eine Datenbrille übergeholfen, mit der sie zukünftig arbeiten soll. Cynthia, Cyn genannt, ist davon so gar nicht angetan, ihre Tochter hingegen ist begeistert und leiht sich die Brille prompt aus. Als Cyns Tochter mit ihren Freunden unterwegs ist, natürlich mit der Datenbrille, stoßen sie auf einen Mann, der polizeilich gesucht wird. Einer der Jungen nimmt die Verfolgung auf und wird währenddessen getötet. Es ist der erste Todesfall im Zusammenhang mit einer Datenbrille.


Cyn ist entsetzt und versucht ihre Tochter zu trösten, doch muss sie erstaunt feststellen, dass sie diesen Verlust besser wegsteckt, als eigentlich anzunehmen ist. Tatsächlich erfährt Cyn auf Grund dieser Situation, dass die App Freemee ihre Tochter mit guten Ratschlägen unterstützt. Cyn ist entsetzt - vertraut ihr eigenes Kind tatsächlich einer solchen App alles an? Ja schlimmer noch, schnell muss sie feststellen, dass ihr eigenes Kind seine Daten an Freemee zur Verfügung stellt und sich dafür Prämien aussuchen kann. Zwar wird betont, dass die Daten nur für eigene Zwecke genutzt werden, aber wie sieht es mit der Sicherheit der Daten ihres Kindes wirklich aus?


Cynthias Spürsinn ist geweckt und sie beschließt zu recherchieren, was sich hinter diesem Freemee verbirgt. Tatsächlich ist auch ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist um die Sicherheit von Userdaten besorgt und macht in erschreckenden Onlinevideos immer wieder darauf aufmerksam. Cyn beginnt zu zweifeln, ob ZERO wirklich solch ein "Terrorist" ist, wie er immer dargestellt wird. Es scheint in der Tat so, dass Freemee die Daten seiner Nutzer lediglich zu ihrem besten nutzt, teils auch, um das beste aus ihnen herauszuholen. Zumindest erklärt sich für Cyn so endlich die positive Veränderung ihrer Tochter innerhalb des letzten halben Jahres, nicht nur in schulischer, sondern auch in sozialer Hinsicht. Doch ist die Verbesserung des Lebens via Fernsteuerung es wirklich wert, alles von sich preis zu geben?



Datenmissbrauch! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Ich empfand es als erschreckend zu lesen, wie viel Wahrheit in dieser Geschichte steckt, denn ehrlich, geben wir nicht alle, viel zu viele private Daten preis, indem wir Apps nutzen oder uns bei diversen Bonus-Programmen anmelden? Dieses Buch beschreibt, was tatsächlich mit unseren Daten geschehen könnte, die so gesammelt werden. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Figur der Cynthia gefallen, die anfänglich dieser digitalen Welt skeptisch gegenüber steht und sich dennoch nicht dieser entziehen kann, trotz ihrer Recherchen, die so manches dunkle Geheimnis aufdecken, denn ist es nicht verführerisch einfach, jemand anderen um Rat zu fragen und dafür nur ein paar Fragen zu beantworten und ein paar Daten zu hinterlegen? Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Name: Dmytro

Datum: 16. Mai 2016

 

Zero,Blackout

Tolle Krimis!

Name: Jean-François Soupizet

Datum: 01. Mai 2016

 

Conseiller Scientifique Futuribles International

Futuribles International will publish soon a brief review in French of Zero, making some parallel with Paris au XX°siècle (Jules Vernes).

Name: Uli Kaube

Datum: 09. März 2016

 

Perfekte Vorlage für Google

Dieses Buch - ich hab es als Hörbuch von Audibel genossen - fasziniert vom ersten Satz an. Es beschreibt sehr anschaulich die nahe Zukunft, die uns ereilt, wenn wir uns weiterhin in die schmiegsamen Arme der Datenkraken begeben - wir werden in allen Bereichen fremdgesteuert! Und wir haben uns schon hineinbegeben, mit Google, Payback-, Kreditcards, Smartfone, vernetztem TV und und und!

Perfekt, um über diese krankhaften aktuellen Machenschaften der Meinungsmanipulation, der Zensur echt nachzudenken. Im Grunde ist dieses Buch die Fortsetzung des Orwellschen 1984 mit aktuellen Mitteln. All diese, anschaulich dargestellten technischen Entwicklungen, stehen im Grunde schon heute zur Verfügung der allgegenwärtigen Datenkraken. Privatspäre, Betriebsgeheimnis ade!

Sehr zu empfehlen, das Hörbuch und garantiert auch der Leseband!

Name: anon

Datum: 03. März 2016

 

Zero

Sehr geehrter Herr Elsberg!

Mir hat Zero sehr gut gefallen! Vielen Dank, dass Sie dieses Buch der Welt geschenkt haben.
Das Thema Datenschutz finde ich sehr interessant, und es liegt an uns, wie die Privatssphäre sich in Zukunft gestaltet.
Ein Tipp, der bei den Selbstverteidigungstipps ergänzt werden könnte wäre: Die Laptopkamera abkleben.

mfg anon

Name: Anonym

Datum: 12. Januar 2016

 

Ausgezeichnet

Dies ist ein geniales Buch! Super Inhalt; super Story!

Name: Anna Ulrich

Datum: 25. November 2015

 

Es ist spannend der Journalistin zu folgen....

Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zur Internet Plattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Einer allerdings warnt vor Freemee, denn er erkennt was sich dahinter verbirgt und vor der Macht die sich dahinter verbirgt. ZERO, der meist gesuchte Online- Aktivist der Welt. Als Cynthia beginnt zu recherchieren wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entrinnen.
Drohnen überwinden sämtliche Sicherheitsvorkehrungen und übertragen kompromittierende Aufnahmen des US-Präsidenten ins Internet. Diese Attacke wird von ZERO gestartet, die bereits seit Jahren Videos im Netz veröffentlicht, um zunehmenden Datenklau und Überwachung durch Internet Konzerne und den Regierungsapparat anzuprangern. Die Journalistin Cynthia soll für die Londoner Zeitung 'Daily' über ZERO berichten und erhält eine Datenbrille, die bereits für viele Menschen das Smartphone ersetzt hat. Sie erlaubt es dem Benutzer mittels Gesichtserkennung alle online verfügbaren Informationen über die zu betrachtenden Personen abzurufen. Und nun nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Ist das nicht längst Realität? Es ist spannend der Journalistin zu folgen....

Zu Beginn des Buches tauchen viele Protagonisten auf und das Namensregister im Anhang ist sehr hilfreich, den Überblick zu bewahren.

Marc Elsberg war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung "Der Standard". 2012 veröffentlichte er sein erstes Buch "Blackout - morgen ist es zu spät". Das war sein Durchbruch. 600.000 verkaufte Exemplare eines Erstlings! 60 Wochen auf der Spiegelbestseller Liste. Das beeindruckt mich. Sein neues Buch hat mich schnell gefesselt, denn die Ereignisse überschlagen sich von Anfang an. Das Thema ist aktuell und leider nicht fiktiv. Ich habe es auch aus dem Grund gelesen, Informationen aus guten Recherchen zu erhalten. Apps, Cyberbrillen und Smartwatches sind keine Zukunftsmusik, sondern Realität.
So konnte ich mich in dem Roman auch über aktuelle Entwicklungen und deren Möglichkeiten und Potenzial informieren.

ZERO ist in der Kategorie “Unterhaltung” Wissensbuch des Jahres 2014 geworden. Der Preis von „bild der wissenschaft“ vergeben. Marc Elsberg ist der erste Autor, dem der Preis bereits zum zweiten Mal verliehen wurde. Blackout war Wissensbuch des Jahres 2012.

Der Inhalt des Buches ist seit Edward Snowdons Veröffentlichungen brisant und sollte jedermann interessieren. Was willst du wirklich preis geben? Hier geht es um Selbstverantwortung und die Überlegung was teile ich öffentlich mit.
Die Antwort überlasse ich jedem selbst.

Der Schreibstil an sich ist nicht so schön, daher vergebe ich dem Buch 4 Sterne. Inhaltlich wären 5 Sterne angemessen, bringt es doch viel Licht ins Dunkel.

Ich empfehle das Buch!
Anna Ulrich

Name: NatisWelt

Datum: 06. November 2015

 

Brandaktuell

Als ich das erste Mal von ZERO hört und den Klappentext gelesen hatte, war mir klar das ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Denn wie viele Millionen Menschen nutze ich auch aktiv das Internet. Was bei uns Facebook, Google+ und Co. sind, ist in diesem Roman von Marc Elsberg die Plattform Freemee. Wobei diese noch etwas extremer und weiterentwickelt ist als die uns bekannten. Auch haben die Online-Aktivisten eine parallele in der realen Welt und zwar Anonymous.

Grob erklärt als Ergänzung zum Klappentext geht es um Datenkraken, ihre Machenschaften und die fehlende Privatsphäre. In ZERO wechseln die Perspektiven in rasender Geschwindigkeit, aber dennoch kann man die Geschichte nachvollziehen und verstehen. Allerdings ist es teilweise technisch gesehen erst ziemlich kompliziert und unverständlich, doch dann folgt meist eine einfachere Erklärung die jeder versteht bzw. verstehen sollte.

Über den Schreibstil kann ich mich auch nicht beklagen. Was einem sofort auffällt ist das der Autor eher kurze als lange ausscheweifende Sätze nutzt. Die Kapitel sind nicht zu lang und jeweils durch einen ZERO-Chat erkennbar.

Warum ich letztendlich trotz des einfachen Schreibstils und dem sehr aktuellen Thema, so lange an diesem Roman geknabbert habe, kann ich mir selbst einfach nicht erklären.

Auf jeden Fall ist es eine Leseempfehlung von mir, da wir alle im Internet aktiv sind und dort das Thema "Daten sammeln" und "Privatsphäre" sehr aktuell sind.